intermittierendes Fasten / Intervallfasten
Intervallfasten oder intermittierendes Fasten
Die Forschung hat herausgefunden, dass es nicht nur wichtig ist was wir essen, sondern auch, wann wir essen ist von Bedeutung. Experten haben sich dem Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt, zugewandt, um die Nahrungsaufnahme des Körpers zu optimieren.
Normale Essgewohnheiten
Im Durchschnitt schlafen wir ca. 8 Std und essen dann direkt etwas. Nach ca. 5 Std gibt es Mittagessen und nach weiteren 5 Std. Abendessen. Dazwischen und nach dem Abendessen gönnen wir uns den ein oder anderen Snacks. Im Allgemeinen befindest du dich nach dem Essen etwa für drei bis fünf Stunden in einem Verdauungszustand. Während dieser Phase ist dein Insulinspiegel hoch und dein Körper müde, da er sich auf die Verdauung konzentriert. Hieran erkennst du schon, dass es nicht wirklich gesund ist „ununterbrochen“ zu essen.
Wie funktioniert intermittierendes Fasten?
Beim intermittierenden Fasten isst du innerhalb eines Tages nur in einem bestimmten Zeitfraum. Die häufigste Variante ist die 16/8 Methode. Dies bedeutet, dass du während 16 Std nichts isst und innerhalb von 8 Std deinen gesamten täglichen Nährbedarf aufnimmst. In diesem Fall hast du zum Beispiel zwischen 13:00 und 19:00 Uhr deine Essenszeit. So praktiziere ich es meist.

Was kannst du mit intermittierenden Fasten erreichen?
Intermittierendes Fasten aktiviert etwas, das man Autophagie nennt, ein Phänomen, bei dem der Körper buchstäblich seine geschädigten oder giftigen Zellen und Gewebe entsorgt oder recycled.
Dieser positive Effekt der Selbstheilung des Körpers wird medizinisch immer intensiver untersucht, da er für viele Krankheiten eine geeignete Zusatztherapie sein wird.
Spätestens seit Dr. Eckart von Hirschhausen – Mediziner, Comedian und Buchautor – sein Konzept in Büchern wie „Wunder wirken Wunder“ medizinisch und menschlich erläutert hat, wird es immer mehr zum Trend. Und das auch zu Recht, da diese Methode gleich mehrere gesundheitliche Vorteile mit sich bringt:
- Der natürliche Prozess der Autophagie befreit die Körperzellen nicht nur von Müll, sondern bekämpft auch bestimmte Viren.
- Forscher bestätigen, dass die Aktivierung der Autophagie den Körper unterstützen Viren (Covid-19) einzudämmen.
- Magen-Darm bekommt eine Ruhepause, was die Verdauungsorgane entlastet
- Der Blutspiegel des Wachstumshormons HGH steigt um das 5-fache an, was die Fettverbrennung und den Muskelaufbau erleichtert.
- Der Insulinspiegel sinkt deutlich und kurbelt somit die Fettverbrennung an
- Laut neusten Studien wird die Lebenserwartung verlängert
- das gestärktes Immunsystem bietet Schutz vor Krankheiten
- Konzentration wird gesteigert
- niedrigere Entzündungswerte
- Krebsprävention, da die Killerzellen beseitigt werden
Intervallfasten/intermittierendes Fasten ist keine altmodische Diät, sondern eher ein Essverhalten, welches dir viele Vorteile des echten Fastens bietet, ohne zu hungern.
Mit biohacking probierst du immer wieder neue Techniken aus um Herausfinden was dir und deinem Körper guttut.
Du kannst auch abwechselndes Fasten ausprobieren. Du fastest an einem Tag und am nächsten Tag isst du wieder ganz normal. Oder schränke an einem Tag erst mal die Kalorien ein und iss am nächsten Tag wieder normal? Oder wie wäre die 6:1 Methode? An 6 Tagen in der Wocheist du normal und an einem Tag fastest du vollstndig. All diese Fastenmethoden haben eine sehr positive Auswirkung auf deine gesundheitlichen Vorteile. Probiereinfach aus, was für dich angenehm ist.
Wie du mit Intervallfasten beginnen kannst:
Starte mit einem 12-Stunden-Fasten für eine ganze Woche. Mit diesem Fasten kannst du von 08:00 morgens bis 20:00 abends essen und dann wieder für die nächste 12 Stunden fasten. Sobald das angenehm wird, reduzierst du deine Essenszeit von 09:00 bis 20:00 für eine Woche und so weiter, bis du eine Fastenzeit von 16 Stunden erreicht hast. Natürlich darf es auch mal Ausnahmen geben, besonders bei Einladungen. Deine Lebensweise sollte immer angenehm zu praktizieren sein, sonst behältst du sie nicht bei.
Beim biohacking Coaching motiviere ich dich über whats app stark zu bleiben, bis du deine Routine gefunden hast und überhaupt nicht mehr anders essen möchtest.

Intermittierendes Fasten bei MS – Ein Gamechanger?
Intermittierendes Fasten (IF) hat sich als eine der beliebtesten Ernährungstrends der letzten Jahre etabliert. Doch könnte diese Form des Fastens auch für MS-Betroffene von Nutzen sein? Nun, die Antwort ist nicht ganz so einfach – aber es gibt spannende Hinweise, die darauf hindeuten, dass IF durchaus positive Auswirkungen auf MS haben könnte.
Warum könnte Intermittierendes Fasten bei MS hilfreich sein?
- Verbesserung der Zellgesundheit – Autophagie:
Fasten regt den Körper an, schadhafte Zellen zu reparieren und die Autophagie (den natürlichen Zellreinigungsprozess) zu fördern. Dies könnte besonders für MS-Betroffene vorteilhaft sein, da MS als autoimmune Erkrankung häufig mit Entzündungsprozessen und Schäden an Nervenzellen einhergeht. Studien zeigen, dass Fasten Entzündungen verringern und die Zellregeneration fördern kann. - Reduzierung von Entzündungen:
Entzündungen sind ein zentrales Thema bei MS – Fasten hat in vielen Studien gezeigt, dass es Entzündungsmarker im Körper reduzieren kann. Durch das Intervallfasten könnte der Körper chronische Entzündungen bekämpfen, die häufig mit der Schubaktivität bei MS zusammenhängen. - Verbesserung der Insulinempfindlichkeit:
Bei MS und anderen neurodegenerativen Erkrankungen ist die Insulinempfindlichkeit ein wichtiger Faktor. Intermittierendes Fasten hat gezeigt, dass es die Insulinempfindlichkeit verbessern und somit das Risiko für metabolische Probleme (die bei MS-Betroffenen höher sein können) senken kann. - Verlangsamung des Alterungsprozesses und Schutz des Gehirns:
Intermittierendes Fasten kann den Alterungsprozess verlangsamen und die neuronale Gesundheit unterstützen. Bei MS, die oft mit neurologischen Schäden verbunden ist, könnte Fasten helfen, das Gehirn zu schützen und den Verfall von Nervenzellen zu verlangsamen. - Bessere Gewichtsregulation:
Viele MS-Betroffene kämpfen mit Gewichtszunahme durch Medikamente oder Bewegungsmangel. Intermittierendes Fasten könnte ein effektiver Ansatz sein, um das Gewicht zu kontrollieren, indem es hilft, den Insulinspiegel zu regulieren und den Fettabbau zu fördern.
Ein paar Dinge, die du beachten solltest
- Kein „One-Size-Fits-All“: Intermittierendes Fasten ist nicht für jeden geeignet. Bei MS, insbesondere in akuten Phasen, könnte es zu viel Stress für den Körper sein. Es ist wichtig, langsam zu starten und auf den eigenen Körper zu hören.
- Zu viel Stress kann kontraproduktiv sein: Wenn du gerade einen MS-Schub hast oder dich besonders schwach fühlst, könnte Intervallfasten zusätzlichen Stress auf den Körper ausüben, was kontraproduktiv ist. In diesen Fällen wäre es ratsam, den Körper ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen.
- Hydration ist entscheidend: Während des Fastens ist es wichtig, ausreichend Wasser und Elektrolyte zu sich zu nehmen, da Fasten in den ersten Tagen dehydrierend wirken kann.
- Beratung durch deinen Arzt: Besonders bei chronischen Erkrankungen wie MS ist es ratsam, deinen Arzt zu Rate zu ziehen, bevor du mit einem Fastenprogramm beginnst.
Fazit – Intermittierendes Fasten bei MS: Eine vielversprechende Strategie?
Die Wissenschaft ist vielversprechend, aber nicht eindeutig. Intermittierendes Fasten kann potenziell helfen, Entzündungen zu verringern, die Zellgesundheit zu verbessern und den Stoffwechsel zu optimieren – alles Aspekte, die bei MS-Betroffenen eine Rolle spielen. Aber wie bei jeder Methode muss der individuelle Ansatz berücksichtigt werden.
Mach den ersten Schritt und prüfe, wie dein Körper auf intermittierendes Fasten reagiert – aber achte darauf, langsam zu starten und immer auf deinen Körper zu hören.
Willst du MS ausbremsen? Vielleicht ist Intervallfasten der geheime Turbo in deinem Leben. Biohacking ist Ausprobieren. Schau, wie dein Körper reagiert. 🚀